Archiv für Januar 2013

Am Anfang steht die Geschäftsidee

Eine Existenzgründung steht und fällt mit zwei Komponenten. Die eine ist das finanzielle Fundament, auf dem die neue Unternehmung ruhen soll. Die andere ist die Geschäftsidee, mit der die junge Firma zum Erfolg geführt werden soll. Ohne eine zündende Idee, die auch tatsächlich von der Kundschaft angenommen wird, wird die Existenzgründung unweigerlich zum Reinfall. Doch wie kann der Selbstständige in spé wissen, ob seine Idee gut ist oder ob sie zum Scheitern verurteilt sein wird?

Niemand kann in die Zukunft schauen. Doch es gibt natürlich Möglichkeiten, Märkte zu testen. Allerdings sind solche Möglichkeiten sehr teuer. Wer will schon gleich eine aufwendige Marktstudie finanzieren, wenn er nur an der Ecke einen Teeladen aufmachen will? Um möglichst viele Risikofaktoren auszuschalten, können Existenzgründer sich natürlich auch an bewährte Geschäftsideen halten. Niemand muss etwas völlig Neues, Noch-nie-Dagewesenes anbieten, um wirtschaftlich Erfolg zu haben. Eine Geschäftsidee braucht also nicht innovativ zu sein, solange sie nur solide ist. Genau diesen Anspruch erfüllen Franchise-Unternehmen.

Franchise-Unternehmen ermöglichen es Existenzgründern, mit einer eingeführten und bereits erfolgreich getesteten Geschäftsidee in die Selbstständigkeit einzutreten. Der Franchise-Nehmer wird dabei in aller Regel bei allen Maßnahmen und Entscheidungen kompetent begleitet. Das fängt bei der Geschäftsidee an, geht über den Businessplan und die Finanzierung weiter und hört bei Marketing und Werbung noch lange nicht auf.

Franchising für Anfänger

Franchising ist das ideale Konzept für alle Existenzgründer, die kein Risiko eingehen wollen. Selbstständigkeit ganz ohne Risiko? Soll das wirklich funktionieren können? Nun, mit einem soliden Franchise-Geber stehen die Chancen zumindest gut, dass der Schritt in die Selbstständigkeit auch wirklich zu einem Erfolg wird. Denn was kann es Besseres geben, als sich mit Produkten oder Dienstleistungen selbstständig zu machen, die sich am Markt bereits bewährt haben?

Eine Existenzgründung ist immer mit der Hoffnung verbunden, als sein eigener Chef durchs Leben zu gehen und dabei genug Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen – wenn’s geht, dann gern sogar noch etwas mehr. Beim Franchising setzen Jungunternehmer darauf, ein eingeführtes Konzept an einem weiteren Standort anzubieten. Dabei können sie auf das gesamte Know-how des Franchise-Gebers zurückgreifen. Ob es um die Ladeneinrichtung oder das Sortiment geht, ob Entscheidungen in Sachen Marketing oder Werbung anstehen; der Franchise-Geber hat damit bereits positive Erfahrungen gemacht und wird sie an seinen Franchise-Nehmer weitergeben.

Franchising bedeutet, dass ein Existenzgründer von Anfang an vor vielen elementaren Fehlern geschützt ist, die andere Anfänger oft in die Pleite führen. Denn mit der Franchise-Vergabe klappt es nur, wenn der Existenzgründer sich gut vorbereitet und auch finanziell den Überblick über sein Vorhaben behält. Dabei wird er im Regelfall vom Franchise-Geber tatkräftig unterstützt.

Franchiseunternehmen ziehen sich durch alle Branchen

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Diese Weisheit trifft auch beim Franchising zu. Hat ein Existenzgründer sich erst einmal entschieden, als Franchise-Nehmer den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, dann kann er unter einer riesigen Anzahl von potenziellen Geschäftspartnern wählen. Es gibt kaum einen Bereich im Wirtschaftsleben, der nicht durch Franchiseunternehmen abgedeckt wird. Wer morgens Brötchen holt oder auf dem Weg zur Arbeit schnell noch einen Kaffee zwischendurch trinkt, der tut das höchstwahrscheinlich bei einem Franchise-Bäcker. Der Einzelhandel in Deutschland besteht zu einem großen Teil aus Franchiseunternehmen. Das reicht von Lebens- und Genussmitteln über Kleidung und Accessoires bis hin zu Möbel und Autos.

Doch nicht nur Produkte, auch Dienstleistungen können über Franchise-Unternehmen bezogen werden. Auch hier ist die Palette der Möglichkeiten wieder riesengroß. Ob es nun um die Befüllung von Tintenpatronen geht, ob eine Finanzberatung ansteht oder ob Frauen sich fit machen wollen, all das findet – auch – in guten Franchiseunternehmen statt.

Der potenzielle Franchise-Nehmer hat also alle Möglichkeiten, aber er muss dafür auch etwas bieten: Engagement und der Wille, etwas zu lernen, sind unabdingbare Voraussetzungen, um in die Franchise-Branche einsteigen zu können. Zudem muss in jedem Fall auch ein gewisses Eigenkapital vorhanden sein.

Die Auswahl an Franchise-Gebern ist riesig

Das Angebot an Franchise-Unternehmen ist heute fast unüberschaubar. Franchise-Nehmer werden ist trotzdem nichts, was über Nacht Früchte trägt. Ob es sich nun um Autoreparaturen oder Fitnessstudios handelt, ob man (oder frau) sich mit Umstandsmoden selbstständig machen möchte oder ob es ein eigener Teeladen sein soll: Es gibt auf dem Markt der Franchise-Chancen so gut wie nichts, was es nichts gibt. Ein Existenzgründer muss also gar nicht unbedingt seine eigene Geschäftsidee entwickeln, sondern kann „einfach“ Franchise-Nehmer werden. Er sich aus der Vielfalt der Franchise-Angebote genau das heraussuchen, was zu ihm passt und ihm im Geschäftsalltag Spaß machen würde.

Man braucht in den Suchmaschinen des Internets nur den Begriff „Franchise“ einzugeben und wird Dutzende von Portalen finden, die Franchise-Unternehmen auflisten. Das ist ein guter erster Schritt für einen potenziellen Franchise-Nehmer, um seinen zukünftigen Geschäftspartner kennenzulernen. Denn auf diesen Portalen werden die Franchise-Geber ausführlich beschrieben. Es wird aber gleichzeitig auch über eine ganz wichtige Voraussetzung informiert, die der Franchise-Nehmer mitbringen muss. Dabei geht es um das Startkapital. Ohne eine finanzielle Investition ist keine Existenzgründung möglich – das ist auch beim Franchising so. Deshalb wird ein solider Franchisegeber stets angeben, wie viel Geld für den Start notwendig ist. Das ist in aller Regel ein deutlich niedrigerer Betrag als das, was für einen unabhängigen Start ausgegeben werden müsste.

Franchise als Erfolgsgarant

Wer den Wunsch nach Selbstständigkeit hat, der grübelt oft lange über eine passende Geschäftsidee nach. Da werden Nischen im Markt gesucht oder die Selbstständigen in spé bemühen sich, möglichst originelle Produkte zu finden, die man einer zahlenden Kundschaft erfolgreich anbieten könnte.

Oft ist es aber gar nicht nötig, das Rad neu erfinden zu wollen. Denn eine Existenzgründung funktioniert vor allem dann gut, wenn dahinter ein ganzer Apparat an Erfahrung steht, auf die der junge Selbstständige jederzeit zurückgreifen kann. Das ist zum Beispiel durch Franchise möglich. Beim Franchising, so lässt sich das Prinzip vereinfacht erklären, eröffnet ein Existenzgründer eine Filiale eines etablierten Unternehmens. Er verpflichtet sich dann einerseits nur die Waren oder Dienstleistungen des Franchise-Gebers zu verkaufen, kann aber andererseits vom Einkauf, vom Marketing und von der Werbung des Unternehmens profitieren. Die entsprechenden Entscheidungen muss er nicht selbst treffen. Dadurch hat ein Franchise-Nehmer vom ersten Tag an die Gewissheit, dass sein Unternehmen auch tatsächlich eine gute Chance am Markt besitzt.

Franchise-Geber lassen ihren Franchisenehmern häufig sogar die Freiheit, einen Teil ihres Angebots selbst zu bestimmen. Als Beispiel sei eine Franchise-Kette genannt, die bundesweit Tee verkauft. Die Tees stammen allesamt vom Franchise-Geber, auch die Tee-Accessoires werden zentral eingekauft. Bei Zusatzartikeln wie Becher oder Kekse aber darf der Franchise-Nehmer selbst bestimmen, was er in sein Sortiment aufnehmen möchte.

Seminare für Existenzgründer

Eine Existenzgründung geht stets mit vielen Hoffnungen einher. Für den einen ist sie der Abschied von der Arbeitslosigkeit, für andere stellt sie den lang erträumten Start in selbstbestimmtes Arbeiten und Handeln dar. Freilich: Die Hoffnung allein reicht nicht aus, wenn die neu gegründete Existenz tatsächlich zu einem Erfolg werden soll. Stattdessen muss bereits im Vorfeld kräftig gearbeitet werden. Wer eine Firma gründet, der kann sich im Regelfall nicht sofort für alle Aufgaben Mitarbeiter leisten. Er wird also selbst Kenntnisse in der Buchführung, in der Finanzwirtschaft, in der Lagerhaltung und in vielen anderen Gebieten besitzen müssen. Wo diese Kenntnisse zur Existenzgründung nicht vorhanden sind, sollten sie vor dem Start erlernt werden – sonst wird der Weg der neuen Unternehmung mit ziemlicher Sicherheit schnell in die Pleite führen.

Existenzgründer werden in der Vorbereitungsphase nicht allein gelassen. In Deutschland gibt es diverse Institutionen, die Kurse anbieten. Dazu gehören unter anderem auch die Industrie- und Handelskammern. Hier erfahren Existenzgründer in kompakten Seminaren, wie sie sich zum Beispiel das nötige Startkapital – oder zumindest einen finanziellen Zuschuss – für ihre Unternehmung besorgen. Vom Schreiben eines Businessplans über steuerliche Aspekte bis hin zur Buchführung informieren die Kurse über alle wesentlichen Aspekte der Selbstständigkeit. Damit bieten sie eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft.